Geschützter Radweg entlang der Isar in München mit Radfahrern bei Sonnenschein

Fahrradstadt München: Die besten Radwege und was sich ändern muss

Fahrradstadt München: Die besten Radwege und was sich ändern muss

Kurz & knapp: München hat 103 Fahrradstraßen (Deutschlandrekord), 500 km Radwege und einen Radentscheid — aber im ADFC-Fahrradklimatest nur Note 3,9. Die Infrastruktur wächst, die Lücken bleiben. Hier sind die besten Strecken und was 2026 passiert.

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Münchens Radnetz: Die Fakten

München meint es ernst mit dem Radverkehr — zumindest auf dem Papier. Die Zahlen: rund 500 km Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen an Hauptstraßen. Dazu 260 km Fahrradrouten durch Grünanlagen und auf Feldwegen am Stadtrand. 14 sternförmige Radrouten verbinden den Stadtrand mit der Innenstadt, ergänzt durch drei Ringverbindungen. Und mit 103 Fahrradstraßen (Gesamtlänge: 47 km) hat München mehr als jede andere deutsche Stadt.

Seit dem Radentscheid 2019 fließen jährlich 25 Millionen Euro in die Radinfrastruktur — fünfmal mehr als noch 2015. Das Ziel: baulich geschützte Radwege mit mindestens 2,30 Metern Breite an allen Straßen mit hohem Autoverkehr. Der Weg dahin ist allerdings noch lang. 85 % des Münchner Straßennetzes liegen in Tempo-30-Zonen, wo die Stadt auf separate Radwege verzichtet — ein pragmatischer, aber nicht unumstrittener Ansatz.

Die besten Strecken für den Alltag

Isar-Radweg: Die Lebensader für Münchner Radler:innen. Komplett kreuzungsfrei, asphaltiert und durch die ganze Stadt hindurch — von Thalkirchen bis Freimann. Perfekt zum Pendeln und für längere Touren. An schönen Tagen allerdings voll mit Spaziergänger:innen, Hunden und Kindern — Geduld und Klingel gehören zur Standardausrüstung.

Clemensstraße (Schwabing): Münchens Vorzeige-Fahrradstraße. Bevorrechtigt gegenüber Nebenstraßen, mit Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Autos gegen Dooring-Unfälle. So sollte es überall aussehen.

Englischer Garten: Ruhig, grün, autofrei — ideal für entspanntes Fahren. Aber: Hier gilt Rücksicht auf Fußgänger:innen, und einige Wege sind offiziell nur Fußwege. Die Route vom Haus der Kunst zum Chinesischen Turm und weiter Richtung Nordfriedhof ist trotzdem ein Klassiker.

Radlring München: 150 km rund um die Stadt, perfekt für Tagestouren am Wochenende. Gut ausgeschildert und überwiegend auf verkehrsarmen Wegen.

Was sich 2026 ändert

In mehreren Stadtteilen beginnen 2026 Umbauten für mehr Rad- und Fußgängerraum. In Sendling, Schwabing, Giesing und der Ludwigsvorstadt wird die Infrastruktur ausgebaut. Am Hauptbahnhof hat ein neues Fahrradparkhaus in der Marsstraße eröffnet — dringend nötig, nachdem Bauarbeiten für die 2. S-Bahn-Stammstrecke viele Stellplätze verschluckt haben.

Die größte Veränderung ist allerdings eher langfristig: München plant bis zu sechs Radschnellwege ins Umland — nach Garching/Unterschleißheim, Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Oberhaching und Markt Schwaben. Teilabschnitte Richtung Garching sind bereits im Bau. Wenn die fertig sind, wird das E-Bike für Pendler:innen aus dem Umland deutlich attraktiver.

Was noch fehlt

Trotz aller Fortschritte: Im ADFC-Fahrradklimatest 2023 erreichte München nur die Note 3,9 — Platz fünf unter den deutschen Großstädten über 500.000 Einwohner:innen. Die Initiative MunichWays, die ehrenamtlich alle Münchner Radwege erfasst und bewertet hat, zeigt auf ihrer Karte deutlich: Viele Strecken sind „sehr stressig" — keine Radwege auf vielbefahrenen Straßen, Lücken im Netz, fehlende Brücken und Unterführungen.

Die größten Baustellen: Der Altstadt-Radlring hat immer noch viele Lücken. An Hauptstraßen fehlen geschützte Radwege. Die Benutzungspflicht für schmale, marode Radwege wurde zwar vielerorts aufgehoben — aber die Alternative (auf der Straße fahren) ist vielen Menschen nicht geheuer. Und die Radschnellwege ins Umland? Ursprünglich für 2019 geplant, sind sie immer noch nicht fertig. München ist auf dem Weg zur Fahrradstadt, aber der Weg ist noch weit.

Mit dem E-Bike durch München

München ist flach — die perfekte Stadt für ein E-Bike. Aber: Isarbrücken haben Rampen, S-Bahn-Unterführungen sind oft eng, und wer sein Rad in den dritten Stock trägt, freut sich über jedes gesparte Kilogramm. Ein leichtes E-Bike wie das SUSHI BIKE 3.0+ (17 kg) macht hier den entscheidenden Unterschied gegenüber schweren 25-kg-Pedelecs.

Tipp für Münchner Pendler:innen: Kombiniere E-Bike und MVV. Mit dem Deutschlandticket (58 Euro/Monat) fährst du die langen Strecken mit der S-Bahn und legst die letzte Meile per E-Bike zurück. Das ist schneller als Auto im Berufsverkehr — und kostet einen Bruchteil. Hier findest du das SUSHI BIKE 3.0+.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Radwege hat München?

München hat rund 500 km Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen an Hauptstraßen, dazu 260 km Routen durch Grünanlagen. Mit 103 Fahrradstraßen (47 km) hat München die meisten Fahrradstraßen Deutschlands.

Ist München eine gute Fahrradstadt?

Besser als die meisten deutschen Großstädte, aber noch weit von Kopenhagen oder Amsterdam entfernt. Im ADFC-Fahrradklimatest 2023 erreichte München die Note 3,9. Die Infrastruktur wächst, aber es gibt noch viele Lücken.

Welche Radwege werden 2026 in München gebaut?

In Sendling, Schwabing, Giesing und der Ludwigsvorstadt starten Umbauten für mehr Platz für Rad- und Fußverkehr. Am Hauptbahnhof hat ein neues Fahrradparkhaus eröffnet. Langfristig sind sechs Radschnellwege ins Umland geplant.

Kann ich mein E-Bike in der Münchner S-Bahn mitnehmen?

Ja, außerhalb der Sperrzeiten (Mo-Fr 6-9 Uhr). Du brauchst ein Fahrrad-Ticket oder ein Deutschlandticket (Fahrradmitnahme je nach Verbund). Ein leichtes E-Bike wie das SUSHI BIKE 3.0+ (17 kg) lässt sich deutlich einfacher in die Bahn heben als schwere Pedelecs.

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